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Eine Gruppe Italiener betrat
das Restaurant. Sie wirkten völlig entsetzt und der erste Schnitt in das Filet wirkte eher wie der eines Chirurgen. Man kann es leider gar nicht so lustig erzählen wie es sich vor Ort darstellte. Zurück auf dem Boot tranken wir dann noch ein Guinness und so gegen 11 verschwanden wir in die Betten. Donnerstag, 11. August 2005 nachts hatte es leicht geregnet, aber jetzt war der Himmel nur noch hellgrau und die ersten blauen Stellen ließen sich bereits erahnen. Bevor es wieder auf den Fluss ging wollte ich noch duschen und enterte das öffentliche Duschhäuschen. Die Temperatur wechselte zwischen heiß und kalt und der Duschvorhang war so klein, dass meine Kleider davor durchgeweicht wurden. Take it easy, wenigstens sauber. Dann ging unsere Fahrt weiter.
Das An- und Ablegen war längst kein Manöver mehr über das man sich Gedanken machen musste. Dennoch bin ich jedes Jahr aufs Neue erstaunt wie gut es von Anfang an klappt. Offensichtlich ist Bootfahren wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht mehr. Vorbei an malerischen Häuschen, grünen Viehweiden und durch schmale Kanalabschnitte in denen die Sonne glitzerte fuhren wir bis Bellaheady wo wir Mittag machten. Von der Brücke runter wollte ich ein Foto machen und entdeckte dabei zufällig ein Schild, das auf einen Heritage Way und einen Dolmen hinwies.
Diesen wollten wir natürlich
unbedingt sehen.
Die nächsten 2 Schleusen meisterten wir ohne Probleme und landeten am späten Nachmittag in Ballinamore wo wir bei Locaboat anlegten. Hier war keine einzige Penichette zu sehen.
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Im Ort selbst war ein Festival, wie es amüsanter kaum hätte sein können. Auf einem Miniparkplatz waren fünf große Fahrgeschäfte zusammengepfercht. Dazu gab es dann noch eine Losbude, eine Bude mit Essen und eine Bude zum Dartwerfen. Das war’s!
Der Clou des Festivals war aber die Show Bühne. Man stelle sich ein völlig überbeleuchtetes Pavillionzelt auf der einen und die Zuschauer auf der anderen Seite einer stark befahrenen Durchgangsstraße vor. Auf der Bühne Irish Folk und traditionell Dance der ortsansässigen Jugend. Zwischendrin hüpft ein kleines Mädchen, ausstaffiert wie ein Funkenmariechen zum Kölner Karneval, zwischen den Halbwüchsigen hin und her und bringt diese immer wieder aus dem Takt.
Alle paar Sekunden fährt ein Auto oder LKW zwischen den Zuschauern und der Bühne durch und auf dem Gehweg drängen sich ständig telefonierende Iren vorbei. So in etwa stellte sich die Szenerie für uns da. Wir fanden es sehr amüsant und die Iren offensichtlich auch. Wir gingen weiter ins „The poor Scholar“, einem sehr netten Pub mit traditional Music. Hier erlebten wir zum ersten mal in Irland einen Dudelsackspieler.
Leider gesellten sich schon bald ein paar überkommunikative deutsche Touristen zu uns. Vom Alter zwischen 17 und
70 waren Sie auf Gruppenerlebnisreise. Wir ergriffen die Flucht. Nach einem schnellen Pint in einem anderen Pub schlenderten wir zurück aufs Boot. Freitag, 12. August 2005 Strecke machen stand heute auf dem Plan. Wir wollten zurück nach Belturbet um ab Samstag den Erne unsicher zu machen. Trotzdem, nur nicht hetzen. Gegen halb zehn legten wir ab und steuerten Richtung Ardrum Lock Nr. 5.
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