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09. August 2005

Und noch einmal ging es in diesem Jahr nach Irland. Da unser Flieger erst um 22:05 Uhr gehen sollte, machten wir auf halber Strecke noch einen Abstecher zu einer Geburtstagsfeier.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen ging es weiter zum Flughafen Frankfurt / Hahn. Ich setzte Stephi mit unserem Gepäck am Terminal ab und suchte einen Parkplatz.
Diesmal mussten wir weit entfernt auf Parkdeck sieben unser Auto abstellen, aber dank des kostenlosen Bus-Shuttles war das überhaupt kein Problem.

Pünktlich um 22:05 Uhr hob der Flieger ab und Captain Tom o’ Conner schien es sehr eilig zu haben. Nach einem ruhigen Flug landete die Maschine bereits nach 1 ½ Stunden in Dublin. Die reguläre Flugzeit wäre 2 Stunden gewesen.

Nun wurde es spannend - hatte der Gepäckservice wirklich auf uns gewartet? Normalerweise schließt der Gepäckservice in Dublin um 23:00 Uhr, aber wir hatten den Tag vorher angerufen und ein freundlicher Mitarbeiter meinte er würde mal schauen was man da machen könnte. Tatsächlich wartete ein junger Mann bei der Gepäckannahme. Er schien zwar nicht gerade begeistert und wirkte ziemlich bekifft, aber nahm uns dennoch unsere Koffer und Taschen ab.

Nun galt es sieben Stunden Zeit überbrücken und so fuhren wir erst einmal mit dem Bus in die City. In Temple Bar besuchten wir die gleichnamige Kneipe und tranken unser erstes Guinness. Der Pub war gerammelt voll, doch ehe wir noch unser Glas leer hatten ging das Licht an und es hieß Ladenschluss.

Wir schlenderten noch ein wenig durch das Viertel und fuhren dann mit dem Taxi zurück zum Flughafen. Dort suchten wir uns einen Platz um ein wenig zu schlafen. Es war gar nicht so einfach einen solchen zu finden, da überall schon Leute saßen oder lagen um zu schlafen. Es war für uns sehr überraschend wie viele Menschen die Nacht auf dem Flughafen verbrachten.

Schlussendlich fanden wir dann aber doch noch 3 leere Sitze und machten uns breit. Den Rest der Nacht verbrachten wir zwischen dösen und schlafen auf den unbequemen Sitzen. Wohl dem, der an eine ISO-Matte gedacht hatte.

Mittwoch, 10. August 2005

Blauer Himmel und einzelne kleine Wolken begrüßten uns am Morgen und das sollte auch das bestimmende Wetter dieses Urlaubs werden. Das Full-Irish-Beakfast im Flughafencafe weckte die Lebensgeister und nachdem wir unser Gepäck geholt hatten ging es mit der Linie 747 zum Dubliner Busbahnhof.

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Hier fuhr nach ca. einer Stunde die Linie 30 Richtung Belturbet.

Die Busfahrt lud dank der sehr komfortablen Fernreisebusse von Bus Eireann noch einmal zu einer Mütze Schlaf ein und so kamen wir gut ausgeruht, nach 2 Stunden in Belturbet an der Bushaltestelle „Post Office“ an. Hier nahmen wir ein Taxi zur Marina von Emerald Star.

Wir wurden auch gleich freundlich empfangen und unser Boot wartete auch schon auf uns. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung packten wir das Gepäck in die Bugkabine und starteten Richtung B&B Kanal, den Woodford River entlang, bis zur Coraquill Lock Nr. 1.
Wir legten im kleinen Hafenbecken der Schleuse an und begutachteten das Ganze erst einmal von Land aus.

Dann ging mit dem Boot weiter in die Schleuse.
Hier wartete schon ein Mitarbeiter der IWAI und erklärte uns die Bedienung der automatischen Schleusen. Nachdem der Chipkartenleser der Schleuse kaputt war wollte er selbst die Schleusung übernehmen und wir konnten beide zurück an Bord gehen.

Die Fahrt ging weiter nach Ballyconell. Kurz davor erreichten wir die Schleuse Nr. 2. Wir legten davor an, Stephi ging von Bord und öffnete mir die Schleusentore. Langsam fuhr ich hinein und legte die Leinen um die vorhandenen Gleitpoller.

Stephi startete nun den Schleusenvorgang. Zwar schaukelte die Strömung das Boot ein wenig hin und her, aber dennoch lies es sich alleine sehr gut auf der Stelle halten. Wir hatten nicht erwartet, dass es so easy sein würde.

In Ballyconell angekommen liefen wir gleich über die Brücke zum Einkaufscenter und nachdem wir nach dem Einkauf keine Lust hatten die vier großen Tüten zum Boot zu schleppen entführten wir kurzerhand den Wagen und schoben ihn ratternd, und unter misstrauischen Blicken, bis zu unserem Boot.

Nach der Entladung brachten wir ihn natürlich sofort wieder zurück. Nachdem uns die Nacht auf dem Flughafen noch in den Knochen steckte legten wir uns erst mal ein wenig in die Koje, bevor es abends zum Essen ging.

Es verschlug uns ins Anglers Rast, einem sehr urig eingerichteten Restaurant. Das Sirloin Steg war ein echter Hammer.

 

Es hatte locker 500 Gramm und die Beilagen hätten auch für 2 gereicht. Auch Stephies Lammcurry war hervorragend.

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