TOP
07.08.2004 - Glassan

Um sieben rasselte der Wecker und wir waren schnell aus den Federn. Wir hatten uns bei Waveline für 12 Uhr angekündigt. Zum Einen musste bis dahin der Mietwagen abgegeben werden und zum Anderen wollten wir möglichst schnell in See stechen.

Auf der wirklich super ausgebauten N6 ging es von Galway nach Athlone und gegen halb 11 standen wir auf dem Parkplatz vom Tesco. Mit zwei Wagen bewaffnet ging es los zum Großeinkauf. 

Den Weg nach Glassan erfuhren wir von einem Taxifahrer und nachdem wir beim ersten mal an der Einfahrt zu Quigleys Marina vorbeigerauscht waren fanden wir sie dann doch und standen kurz danach bei Waveline vor dem Büro.
Vom ersten Moment an fühlten wir uns willkommen. Die familiäre, freundliche Atmosphäre bei Waveline fiel uns sehr positiv auf. 

Da unsere Boote noch nicht ganz fertig waren schauten wir uns erst einmal das Einweisungsvideo an und gingen dann anschließend die Marina anschauen. Nach nur zwanzig Minuten konnten wir dann aber bereits das Gepäck auf unsere Boote schaffen. 
Meli, Siggi und Anke bekamen die Ragged Robin, eine Waveprincess und wir die Crocus, eine(n) Waveduke.

Ragged Robin bedeutet Kuckuckslichtnelke und wir waren uns einig, dass wir diese Blume nicht einmal aus dem deutschen kannten.

Unser Gepäck war noch nicht recht an Bord, da war auch schon die Einweisung. Das meiste kannten Stephi und ich ja schon von anderen Booten, aber die eine oder andere Frage hat man ja immer. Noell erklärte bei uns alles und Tommy auf dem anderem Boot. 

Dann begann die Einweisungsfahrt. Es ging ein Stück auf den See hinaus und Noell erklärte uns grob die Nordroute, dann zurück zum Anleger und hier legte ich rückwärts an. Noell meinte "perfect" und ich behielt es für mich, dass ich eigentlich links und nicht rechts hatte anlegen wollen. 

Etwas ungewohnt war es ja schon keine Außenrehling zu haben und anfangs erschien mir das Boot sehr unübersichtlich. Das änderte sich jedoch sehr schnell.

[Seitenanfang]

Siggi unternahm auch seine ersten Schritte mit dem Boot und dann trafen wir uns im Büro wieder um den Papierkram zu erledigen. 

Gerne hätte ich noch Sven hallo gesagt, aber der hatte ausgerechnet jetzt dringend nach Deutschland gemusst. Anita versprach uns aber, dass er Freitag wieder da sein würde.

Dann bekamen wir noch den aktuellen Newsletter von Waveline, auf dem wir die Wettervorhersage für die nächsten Tage sowie aktuelle News zur Strecke fanden. Dieser Service hat uns besonders begeistert.

Gleich für Sonntag war Sturm angesagt und auch jetzt blies uns schon ordentlich der Wind um die Ohren. Nach kurzer Rücksprache mit dem Instructor, bezüglich dem Wetter, beeilten wir uns mit dem Ablegen und starteten Richtung Lannesborough.

Bei Boje 2 war der Kurs etwas verwirrend. Danach klappte aber alles prima und die Navigation entlang der Markerreihe war recht einfach.

 

Es sollte sich im späteren Verlauf unserer Reise noch mehrmals zeigen, dass der untere Bereich des Lough Ree sehr unübersichtlich und schlecht markiert ist. Ein Grund mehr hier besonders langsam und vorsichtig zu fahren.

Wind und Wellen zwangen uns auf dem Weg nach Norden immer wieder zum Kreuzen und unsere Boote wurden einige male gut durchgeschüttelt. Dennoch kamen wir voran und erreichten nach knapp zwei Stunden den neuen Hafen von Lannesborough. 

Siggis erstes Anlegemanöver klappte hervorragend, und wir "alten" Hasen haben es voll versemmelt, aber bald standen beide Boote sicher vertaut am Steg. 

Jetzt hisste ich meinen Shannon-Info Wimpel mit dem vom Forum bekannten Bierdosenwimpelhalter. 

Auf beiden Booten wurde noch lecker gekocht und bald schon ging es nach einem Spaziergang früh in die Kojen.
Die Nacht sollte überraschend kurz werden.

[Weiter]