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| 31.07.2004 - Es geht los
Nach einem halben Jahr Vorfreude und Planung geht es endlich wieder los. Irland ruft und wir folgen. Um fünf standen Stephi und ich gut gelaunt auf. Das Gepäck stand im Flur, also galt es nur noch ein paar Brote für die Reise zu schmieren und auf Siggi, Meli und Anke zu warten, die uns dieses Jahr begleiten wollten. Wie verabredet standen die Drei pünktlich um sechs vor der Tür.
Siggi und ich gingen sofort nach der Landung zum Schalter von Hertz, während sich die anderen drei ums Gepäck kümmern sollten. Der Plan ging auf. Wir waren die ersten am Schalter und nach nur ein paar Minuten hielt ich den Schlüssel in der Hand und ging sofort los das Auto zu holen. Ich staunte nicht schlecht als ich das Auto fand. Statt des gebuchten Opel Vectras stand da ein Minivan von Hyundai, der gerade mal 3000 Meilen auf dem Buckel hatte. Über Platzprobleme brauchten wir uns somit also keine Sorgen mehr zu machen.
Wir beeilten uns dann auch schnell los zu kommen, denn schließlich lag eine sehr weite Strecke vor uns. In Tralee machten wir halt zum Einkaufen und plünderten den Tesco. Dann ging es weiter nach Tarbert. Mit der Fähre setzten wir über den Shannon. Die Fahrt dauert zwanzig Minuten, ist sehr reizvoll und die vierzehn Euro pro Auto durchaus wert.
Danach wurde die Straße immer schlechter, aber Siggi steuerte sicher unserem Ziel zu. Von Meile zu Meile schien ihm das Autofahren in Irland besser zu gefallen und nur der eine oder andere Stoßseufzer von Meli konnte ihn dazu bringen doch wieder etwas den Fuß vom Gas zu nehmen. In Ballyvagan waren wir dann so von Landschaft und Ort begeistert, dass wir prompt falsch abbogen und uns auf einer Küstenstraße wieder fanden die so schmal war, dass wir nicht wenden konnten und ziemlich weit in die falsche Richtung fahren mussten. |
Dann erreichten wir Galway und bewährten uns auf etlichen zweispurigen Kreisverkehren. Hier riefen wir dann auch Mary unsere Hauswirtin an, um uns wie besprochen anzukündigen. Die Fahrt sollte sich dann aber noch etwas hinziehen denn im Hinterland von Galway fanden wir uns dann doch nicht so gut zurecht. Trotz Stephies fließendem Englisch war es auch nicht gerade einfach jemanden zu finden der einem verständlich den Weg erklären konnte. Die meisten Iren dieser Gegend sprechen kaum englisch und wenn dann eher als Fremdsprache mit einem ziemlich harten Dialekt. Dennoch erreichten wir 16 Stunden nach Abfahrt von zu hause unser erstes Ziel, das Cottage in Lettermore.
Peggy, the Housekeeper, wartete bereits auf uns und der Geruch von Torffeuer lag in der Luft. Sie zeigte uns kurz das Haus und nachdem wir die zwanzig Euro Nebenkosten bezahlt hatten lies sie uns allein. Schnell waren die Zimmer verteilt und die Koffer in die Ecke geworfen. Etwas betröppelt schauten wir in Richtung Meer. Eine braun-graue steinige Masse ohne Wasser lag direkt vor unserem Cottage. Wir beruhigten uns damit, dass dies wohl die Ebbe sein musste und irgendwann schon Wasser kommen würde.
Jetzt hatten wir uns aber wirklich ein Guinness verdient und so gingen wir noch ins direkt am Haus gelegene Pub. Doch so richtige Pubstimmung wollte keine mehr aufkommen und das irische Bier lief auch nicht mehr so richtig die Kehle herunter. Wir alle waren einfach zu kaputt von der langen Reise und so blieb es bei dem einen Pint. Als wir im Cottage in den Betten lagen dauerte es wohl nur Sekunden bis wir alle schliefen. 01.08.2004 - der erste Tag Gegen acht Uhr standen wir
alle auf.
Da wir Urlaub hatten und es noch recht früh war legten Stephi und ich uns noch mal hin, während die anderen drei gleich mal die Gegend erkunden wollten. Nur wenige Meter von unserem Haus entfernt entdeckten sie einen Laden mit angeschlossenem Post Office. Da wurden gleich mal die ersten Postkarten gekauft.
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