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| Januar - Mai
- Vorbereitungen
Es war schon spannend in diesem Jahr, als wir beschlossen dieses mal alles direkt über Internet und Telefon zu buchen. Immerhin galt es für 4 Personen Flüge, Mietwagen, Übernachtungen und das Boot ordern. Erst mal musste das passende Boot gefunden werden und unsere Wahl fiel hierbei auf die Silver Crest von Silverline Cruisers. Das Boot schien uns vor allem deshalb geeignet, weil es eine komplett umlaufende Rehling hat und wir vermeiden wollten, dass uns eins der Kinder über Board geht.
Die Buchung machten wir über www.Shannon-Travel.de und schon nach ein paar Tagen hatten wir die Reiseunterlagen im Briefkasten. Der Service bei Stevie ist wirklich top. Unsere unzähligen Mails wurden super schnell und mit viel Geduld beantwortet. Wir hatten rundum das Gefühl in guten Händen zu sein. Von RyanAir kann ich leider
nicht das gleiche behaupten. Hier erlebten wir eher ein Drama. Für die Strecke Kerry-Banagher buchten wir über die HP von Irish-net.de einen Opel Corsa. Ich war sehr gespannt wie das mit dem Autofahren auf der Insel klappen würde. Dann noch schnell ein
Abstecher zum ADAC entsprechendes Kartenmaterial und eine VISA-Card besorgt. 30. Mai 2003 - Es geht los Die Tage vor dem Abflug standen unter
einem Vorzeichen – Hektik. Zwar war Donnerstags Feiertag, aber das hieß
nicht nur, dass es kein Arbeitstag war, sondern auch, dass wir nichts
mehr einkaufen konnten. Und bis Mittwoch war es bei uns beiden in der
Arbeit rund gegangen… Doch dann war endlich alles gepackt,
Stephanie machte sich etwas Sorgen wegen der Gewichtgrenzen beim Gepäck.
Aber für Kinder braucht man nun mal eine Menge, weder die
Lieblingspuppe noch die Gummistiefel konnten daheim bleiben… Noch Brötchen für den Proviant-Rucksack geschmiert, Hörspielkassetten für die Fahrt ausgesucht, dann ging es morgens um 10 wie geplant los – Richtung Frankfurt/ Hahn.
Bei strahlendem Wetter erreichten wir den Flughafen nach anderthalb Stunden. Dieser wirkt schon sehr klein, wenn man Flughäfen wie Frankfurt oder selbst Stuttgart gewohnt ist. Nach kurzer Wartezeit und einem zügigen Check-In (juchu, knapp an der Gepäckgewichtsgrenze vorbeigeschrammt!) ging es zum Zoll. Hier fielen wir gleich mal auf. Das vergessene Kleingeld in der Hosentasche entlockte dem Metalldetektor energisches Gepiepse, das Amulett im Handgepäck (ein Anhänger in Schwertform) veranlasste die Dame vom Zoll zu einem sehr kritischen Blick – und der Bitte, das einmal genauer zu zeigen, so dass Chris erst einmal seine Tasche öffnen und das Amulett vorführen musste. Und auch der Ausweis von Chris gab dem Zollbeamten Anlass, diesen sehr gründlich zu prüfen – warum auch immer… Danach hieß es auf den Flieger zu
warten. Viel zu sehen gab es an dem kleinen Flughafen nicht. Aber das
sollte auf irischer Seite noch überboten (oder sollte man besser sagen:
unterboten?) werden… |
Da RyanAir zuerst Familien mit Kindern
ins Flugzeug lässt, waren wir bei den ersten Passagieren, die zum
Flieger laufen und sich Plätze aussuchen durften. Glücklicherweise
hatten wir vorher schon ausgemacht, wer wo und neben wem sitzt – Lukas
wollte ans Fenster, neben Mama, Marie auf keinen Fall ans Fenster (ihr
war schon etwas mulmig zumute) und neben Chris, der sich freute, freien
Blick auf die Wolken und damit eine gute Ausgangsposition für das eine
oder andere Foto aus dem Fliegerfenster zu haben. Ein wunderschöner, ruhiger Flug lag
vor uns. Airport Kerry brachte uns dann zum
Staunen – die Abflughalle war winzig. Ansonsten hatte er eigentlich
nur noch viele Autovermieter aufzubieten und ein kleines Restaurant –
das war alles. Wirkte Frankfurt-Hahn schon klein und Shannon Airport, wo
wir letztes Jahr gelandet waren, winzig – Kerry war die
Miniatur-Ausgabe eines Flughafens! Nachdem wir unser Gepäck wieder hatten
(was sich nicht so einfach gestaltete, da das – einzige – Gepäcklaufband
auch nur sehr geringe Ausmaße hatte, ging es zum Schalter von Hertz, wo
unsere Geduld und vor allem die der Kinder auf eine harte Probe gestellt
wurde. Warten warten warten … erst, weil so viele vor uns waren, dann,
weil unser Auto vom Vormieter angeblich noch nicht abgegeben worden war.
Da wir uns so geduldig warteten (was hätten wir sonst tun sollen???),
wurden wir schließlich auch "belohnt": Statt des gebuchten
Corsas bekamen wir einen riesigen Mitsubishi Galant. Da wurden die
oftmals sehr engen irischen Straßen doch noch um einiges enger – noch
dazu für Chris, der zum ersten Mal "auf der falschen Straßenseite"
fuhr. Und dazu hatte der Galant auch noch Automatikgetriebe…
Glücklicherweise hatten wir im Voraus
ein Bed & Breakfast gebucht, so dass wir nicht mehr allzu lange
fahren mussten. Nachdem wir auf der richtigen Straße
bei Tralee angekommen waren und vergebens nach einem rosa Gebäude
Ausschau hielten, fanden wir unsere Unterkunft dann doch noch – Das
Haus war mittlerweile weiß gestrichen! Die herzliche Wirtin ließ uns das
Zimmer aussuchen – Lukas entschied kurioserweise, das rosageblümte
sei hübscher als das lindgrüne – und brachte uns für Marie ein
Klappbett, das diese glücklicherweise wunderschön fand. Ansonsten gab
es in diesem Family Room noch ein Doppel- und ein Einzelbett, so dass
wir alle bestens Platz hatten. Lukas war begeistert vom
"Briefumschlag-Bett", da die Iren ja oftmals keine einzelne
Bettdecke haben, sondern mehrere Laken und dünne Decken, die unter der
Matratze eingeschlagen werden.
Bevor wir aber in den Betten verschwanden, wollten wir erst noch eine Kleinigkeit essen, und da die Kinder auf dem Weg zur Pension schon einen McDonalds entdeckt hatten, fiel die Wahl des "Restaurants" nicht schwer…
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